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Jahreshauptversammlung am 3.5.2019:
Wohnungspolitik und Stadtentwicklung neu denken!


Dr. Horst eröffnet die Versammlung

Unsere Jahreshauptversammlung ist gerade vorüber. Wir hoffen, dass wir ein gutes, informatives Programm haben bieten können und danken allen Teilnehmern für Ihre Unterstützung.
Hauptthema war die Neuausrichtung der Wohnungspolitik und der Stadtentwicklung in unserer Stadt. Basis hierzu ist das vom Stadtrat verabschiedete „Handlungskonzept Wohnen“, das öffentlich auch unter Beteiligung von Haus & Grund Solingen unter dem Titel „Gut Wohnen in Solingen“ vorgestellt und diskutiert wurde.

Sein Ansatz:
Solingen benötigt mehr preisgünstigeren und bezahlbareren Wohnraum für junge Familien und als Alternative zu den Metropolen (Hotspots) der Rheinschiene; stärkere Betonung des Wohnens auch innerhalb des Konzepts zur Stadtentwicklung.

Der Druck im Wohnungsmarkt des Umlandes, aber auch auf dem Stadtgebiet, nimmt in der Preisentwicklung zu. Und: die Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass wir bis 2040 insgesamt 5000 mehr Sozialwohnungen in Solingen benötigen. Die Bevölkerung Solingen wächst durch Zuzug.
Wer bauen will, benötigt dafür Land. Die Stadt Solingen sieht ein Potenzial von ca. 100 ha unbebauten Landes, das zu Bauland entwickelt werden könnte. Nur 14,4 % davon stehen im öffentlichen Eigentum, der Rest befindet sich in privater Hand. Deren Eigentümer müssten gezielt angesprochen, dadurch deren unbebaute Grundstücke als Bauland „mobilisiert“ werden.

Dazu die Position von Haus & Grund Solingen:

  • Städtebauliche Entwicklung geht nur partnerschaftlich unter Einbindung aller Beteiligten, insbesondere der privaten Eigentümer. Sie bilden den Hauptanteil am Wohnungsmarkt.
  • Private Eigentümer sollen nicht nur als potentielle Verkäufer ihrer Grundstücke angesprochen werden, sondern auch als Investoren berücksichtigt werden, wenn dies in ihre eigene Lebensplanung passt.
  • Zukünftige Wohnkonzepte dürfen sich nicht nur an hochgerechneten Immobilieneinheiten ausrichten. Sie müssen auch Altersstruktur, sich wandelnde Arbeitswelt und vor allem eine entsprechende Infrastruktur mit ansprechender Innenstadt mit berücksichtigen und gewährleisten. Dazu gehören vor allem Sicherheit und Sauberkeit des Quartiers und eine nicht zu stark verdichtete Bauweise.
  • Dort auch zu arbeiten, wo man gut wohnt, bleibt auch in Zukunft erstrebenswert. Deshalb braucht Solingen gute Standortbedingungen für Unternehmen, ausreichend Gewerbeflächen, dazu verkehrstechnisch gute Anbindungen an Straße und Schiene;.vor allem aber ein vergleichsweise attraktives Niveau bei Gewerbesteuer und Grundsteuer.

Gerold Happ referiert über neue Gesetzesvorschriften zur Modernisierung

Als Fachvorträge mit Diskussion wurden angeboten:

Aktuelle Mietrechtsreform
Referent: Gerold Happ, Rechtsanwalt und Mitglied der Bundesgeschäftsführung von Haus & Grund Deutschland

Die Kosten für Wohnungsmodernisierungen können anteilig durch Mieterhöhung auf den Mieter abgewälzt werden. Einigen Politikern, Verbandsvertretern und Stimmen in den Medien ist das Thema ein Dorn im Auge. Vor dem VGH Berlin hat ein Mieter am 18. März 2019 sogar die Modernisierungsvorschriften im Mietrecht geklagt und sich auf die Verfassungswidrigkeit der gesamten Regelungen berufen. Der Mieter solle die Wertsteigerung im Vermögen des Vermieters alleine bezahlen, und noch mehr. Denn wenn der Vermieter die ausgelegten Kosten durch die erhöhte Miete wieder eingespielt hätte, fahre er in die Gewinnzone und bekomme die erhöhte Miete weiter. Und das in Zeiten, in denen die gesamte Republik um die Schaffung günstigeren und bezahlbaren Wohnraums ringt.

Jüngst ist gegen diese Vorschriften auch die erste mietrechtliche Musterfeststellungsklage in Deutschland erhoben worden. Der Gesetzgeber hat im Mietrecht zum 1. Januar 2019 die Vorschriften zur Planung, Durchführung und Abwicklung von modernisierten Bauvorhaben, insbesondere zur Mieterhöhung nach modernisierenden Maßnahmen, deutlich geändert. Dieser neue Rechtszustand war Gegenstand des Vortrags.


Dr. Horst bedankt sich bei Thorsten Schrumpf für den informativen Vortrag zum Schimmelbefall in der Wohnung

Schimmelbefall in der Wohnung
Referent: Thorsten Schrumpf, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der HWK-Düsseldorf, zertifizierter Energieberater, Malermeister

Aus fachlicher Sicht ist das Thema Schimmelbefall in der Wohnung wirklich spannend, und zwar

was die Ursachen des Schimmelbefalls angeht

  • bauphysikalische Situation
  • Bauschadenssituation
  • nicht angepasstes Nutzerverhalten (Heizung, Lüftung, Möblierung und Dekoration, Wohnung als Feuchtigkeitsspeicher),

mikrobiologisch und medizinisch, was die gesundheitlichen Gefahren erfolgter Schimmelbildungen betrifft,

insbesondere aber technisch und fachlich, was die ordnungsgemäße Sanierung eines eingetretenen Schimmelbefalls anbelangt.

Sowohl in der Begutachtung und Ursachenforschung, aber auch der Planung und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen ist unser Referent ausgewiesener Experte. Der Vortrag stellte sehr gut verständlich, anschaulich, lebhaft und oft auch trotz des ernsten Themas humorvoll Ursachenanalyse und Schadenssanierung vor.

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