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Zwangsversteigerung: Wegen Hausgeldschulden bei Wohnungseigentum?
Einem entsprechenden Antrag der Gemeinschaft nach § 16 ZVG ist bei
Vorlage eines Vollstreckungstitels auf der Grundlage von § 10 Abs.
1 Nr. 2 ZVG stattzugeben. Danach kommt der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
ein Vorrecht für Hausgeldforderungen in der Zwangsversteigerung zu.
Die Gemeinschaft ist insofern ausdrücklich auch antragsbefugt (BGH,
Urteil vom 14. Dezember 2018 – V ZR 309/17 –, juris = IMR
2019, 151 = BeckRS 2018, 33785; BGH, Beschluss vom 16. Juli 2009 –
V ZR 57/09 –, juris = NZM 2009, 707 = InfoM 2010, 34 = BeckRS 2009,
23926). Gegen den (drohenden) Zuschlagsbeschluss kann der betroffene Wohnungseigentümer Antrag auf Vollstreckungsschutz stellen, insbesondere nach § 765 a ZPO, sofern er selbst in der Wohnung wohnt. Wird dem Antrag nicht stattgegeben, kann er sich weiter mit einer sofortigen Beschwerde wehren (§ 100 Abs. 3, 83 Nr. 6 ZVG), danach mit einer Rechtsbeschwerde zum BGH (§ 96 ZVG in Verbindung mit §§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 3 Satz 2, 575 ZPO; vgl. insgesamt zum Verfahrenszug: BGH, Beschluss vom 11. Dezember 2025 – V ZB 3/25 –, juris). © Dr. Hans Reinold Horst |